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Liebe Kolleginnen und Kollegen,

der Anfang und das Ende des Lebens stehen für die zwei sensibelsten Phasen im Kreislauf des Lebens von Menschen und Tieren.
Im Sinne der Integrativen Medizin sind wir dankbar für die Möglichkeiten der modernen Schulmedizin, aber in beiden Lebensphasen kann die Homöopathie wertvolle Hilfe leisten.

Bereits die häufig beschwerliche Schwangerschaft kann homöopathisch vorzüglich begleitet werden. Und auch während der Geburt, die für Mutter und Kind eine außergewöhnliche körperliche und psychische Belastungssituation darstellt, möchten viele Hebammen und Geburtshelferinnen die Homöopathie nicht missen.

Nach der Geburt gilt es für Mutter und Kind, sich auf einen völlig neuen Lebensabschnitt einzustellen und diesen zu meistern. Die Art und Weise, wie das gelingt, dürfte für das ganze weitere Leben prägen. Die Homöopathie kann hier auf sanfte und nachhaltige Weise große Hilfe leisten.

Wir möchten interdisziplinär das breite Spektrum der Homöopathie am „Anfang des Lebens“ beleuchten und nicht nur den Austausch ärztlicher Kolleginnen und Kollegen unterschiedlicher Fachdisziplinen anregen, sondern auch auf den homöopathischen Erfahrungsschatz der Hebammen zurückgreifen.

Auch die körperlichen und seelischen Umstellungen im Senium und am Lebensende fordern einen individuellen und ganzheitlichen Ansatz.

Gerade bei geriatrischen Patienten häufen sich oft chronische Erkrankungen und unspezifische Beschwerden, ein großes Problem kann die Polypharmazie mit häufig unkalkulierbaren Neben- und Wechselwirkungen werden.
Im Vordergrund stehen im Alter zunehmende Organinsuffizienzen, z. B. von Herz, Lunge oder Nieren, Krebserkrankungen, aber auch die große Gruppe der degenerativen Erkrankungen des Bewegungsapparates.

Hier kann die Homöopathie als Bestandteil eines integrativen Behandlungskonzepts ebenso große Dienste leisten wie in der Palliativmedizin, bei der es vor allem um eine Linderung nicht nur körperlicher, sondern auch psychischer Symptome wie Angst, innere Unruhe oder Verzweiflung geht.

Dieser Kongress soll die Bedeutung der Homöopathie als Bestandteil des Gesamtkonzeptes einer individualisierten integrativen Medizin in diesen beiden, besonders vulnerablen Lebensphasen beleuchten.


Robert Schmidt
Chefarzt am Krankenhaus für Naturheilweisen
stellvertretend für das Wissenschaftliche Team